Die Geschichte der 3 Tropfen  

  Es war an einem heißen Sommertag, als Mutter Sonne einen Teil des großen Meerwassers verdampfen ließ. Große weiße Wolken stauten sich an den Berghängen und warteten auf einen Blitz, der endlich  das Gewitter auslösen würde.       

Der Wind, ein Cousin der Mutter Sonne, blies von Süden gegen Berghänge; da ein heller Lichtstrahl, - ein Knall, Regen fällt in großen Mengen auf die saftigen Almwiesen. Und hier beginnt die abenteuerliche  Geschichte unserer 3 Regentropfen.  

Der Tropfen mit der blauen Farbe fiel ausgerechnet in eine Enzianblume, der weiße Tropfen wurde vom Wind weit in die Berge getrieben und landete als Schneeflocke auf einem großen Schneefeld, der Tropfen in Pinkfarbe, er hatte kein großes Glück; er kam vom Regen in die Traufe, - und das, in einer großen Stadt.  

Der blaue Tropfen, der in der Enzianblume landete,  fing sofort mit seiner Gastgeberin ein Gespräch an. Die Blume erzählte von Ihrer schönen Welt. Da plötzlich nahte ein vierbeiniges  wiederkauendes Ungetüm, mit langem wedelnden Schwanz und fraß die Enzianblume mitsamt dem umstehenden Gras auf. Damit war die gute Zeit des blauen Tropfens vorerst vorbei!  

Der weiße Tropfen hatte große Angst von der Schneeflocke, seinem neuen Kleid, das ihm besonders gut gefiel, wieder in einen normalen Wassertropfen zurück verwandelt zu werden. Als der Abend nahte, hörte er ein Huschen und leichtes Rauschen in der einsamen Bergwelt. Als er sich umsah, erblickte er einen wunderschöne Bergfee. Sie hatte es sich zur Aufgabe gestellt, einer Schneehasenfamilie   beizustehen. Vater und Mutter Schneehase hatten sieben kleine Hasenkinder zur Welt gebracht. Doch schon ein paar Tage darauf kam ein großer Adler und nahm mit seinen Krallen die Elten der kleinen Hasen mit in seinen Adlerhost, hoch oben in den Felsen. Auf sich alleine gestellt waren die 7 Hasenkinder völlig hilflos; 6 Hasenkinder hatten weißes  Fell, dadurch konnte man sie im Schnee nicht sehen, sie waren gut getarnt. Aber der letztgeborene Hase, er hatte braunes Fell. Ihn konnte man schon meilenweit auf dem Schneefeld erkennen!

Fortsetzung folgt!